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Mössingen Rockt 26.06.2010

 

Fünf Pop- und Rockbandlegenden lassen bei Freiluftkonzert in Mössingen die Siebziger Jahre hochleben


 

Gemütlicher Altherrenabend

 

Von Jürgen Meyer

 

MÖSSINGEN. Ihren beiden verpatzten Siegen im WM-Vorrundenspiel sei Dank, sonst wären die Teams von Deutschland und England bereits am Samstagabend aufeinandergestoßen. Nicht auszudenken, was dann auf der großen Bühne auf dem Festivalgelände Hegwiesen beim Mössinger Firstwald-Gymnasium los gewesen wäre - nämlich nichts. Die Musiker der englischen Pop- und Rockbands würden es nie übers Herz bringen, zeitgleich mit ihrer Nationalmannschaft aufzutreten. Die Einzigen, die auf dem Open-Air-Festival gespielt hätten, wären die Fußballer auf der Großleinwand gewesen.

 
Zur dritten Auflage von »Mössingen rockt« kamen rund 3000 Fans von Sweet, Slade, Mud II, Rattles und Smokie. FOTO: Jürgen Meyer
»Schließlich ist dies der wichtigste Termin des Jahres«, rief Smokie-Leadsänger Mike Craft den knapp dreitausend Besuchern zu: »Wir sind fußballverrückt!« In dieselbe Saite hatten zuvor schon die legendären Glitter-Rocker von Slade gehauen: »Weer Are All Crazee now« brüllten sie voller Inbrunst.

Dave Hill, das letzte Original der Band, die mit ihren Hits 271 Wochen lang die Charts belegten, tut das schon seit vierzig Jahren. Gealtert ist er dabei kaum, aber auch nicht gewachsen: »Guck mal, ein kleiner Hobbit«, entfuhr es einer Festivalbesucherin, als Hill auf die Monitorbox hüpfte, um über Selbige hinaus ins Publikum zu sehen.

Vor dem Fußball-Klassiker also die Klassiker der Siebziger. Zum dritten Mal wurde in Mössingen im großen Stil gerockt. Zum ersten Mal auf dem beim UD-Festival bewährten Freiluft-Ersatzgelände. Und zum letzten Mal, wenn es nach dem Rock-Manager Willi Wrede geht. Das Festival sei untrennbar mit dem Initiator Werner Fifka verbunden.

Der mögliche OB-Nachfolger Thomas Hölsch, der sich wie sein Mitbewerber Michael Bulander unters vornehmlich im Ü-30-Bereich einzustufende Volk mischte, ließ schon mal verlauten, dass er es weiterhin rocken lassen möchte: »Am liebsten wieder mit Queen.

Denn dass Bands nie ganz in der Versenkung verschwinden, zeigten Mud. Als Mud II wiederauferstanden, machten sie den musikalischen Opener zu einem Bilderbuchwetterabend. Los ging's mit dem Sommerhit »Oh Boy«, der vor genau 35 Jahren im Radio lief.

Dermaßen gut eingestimmt zog sich die gute Laune des Publikums durch den sechs Stunden langen Abend; dank perfekter Licht- und Soundtechnik und einer reibungslosen Infrastruktur.

»Es ist hier viel schöner, als im Ernwiesen: enger beieinander, gemütlicher, familiärer«, lobte Hannes Baumgärtner, Musik-Fan aus Konstanz, der, wie viele, keine weiten Anfahrtswege scheute. Noch bei Beginn um 18 Uhr bildeten sich hundert Meter lange Schlangen vor dem Einlass. Mit Blick auf die ungewohnten Albtraufhöhen gingen die Hamburger Rattles auf die Bühne, früher als die »deutschen Beatles« gefeiert.

Bei den Älteren unter dem Publikum, wie den Stadträten, die vom VIP-Bus aus den harmonischen Altherrenabend verfolgten, wurden bei Liedern wie »My Bonnie is over the Ocean« Jugenderinnerungen wach. Aber auch die Enkel in der ersten Reihe headbangten beim Welthit »The Witch«.

Wenn jemand die vier Jungs auf seinem »Bravo«-Starschnitt mit denen auf der Bühne verglichen hätte, wäre er enttäuscht worden: Sweet-Gitarrist Andy Scott, der letzte echte Glamrocker, fehlte. So spielte dann lediglich eine Coverband, bei der die ehedem Teenager-Herzen höher schlagenden Hits die nötige Authentizität vermissen ließen. (GEA)
 
Pictures copyright Uwe Friedrich

Mössingen rockt mit Smokie, Slade, Sweet, Mud II und den Rattles

 

Wer in den 70er Jahren Teenager war, dürfte sich beim Open-Air-Festival „Mössingen rockt“ in die Jugend zurück versetzt fühlen.

 

Mössingen. Vier Hitparaden-Stürmer der glamourösen 70er Jahre, dazu eine deutsche Kultband, die bereits in den 60er Jahren ein großes Publikum anzog, werden am heutigen Samstag die Mössinger Hegwiesen rocken. Auf dem neuen Festival-Gelände gleich hinterm Firstwald-Gymnasium geht es um 18 Uhr los.

 

Das waren die Stimmungsmacher im letzten Jahr, als die Sache noch in Ernwiesen über die Bühne ... Das waren die Stimmungsmacher im letzten Jahr, als die Sache noch in Ernwiesen über die Bühne ging: Slade. Archivbild: Rippmann

 

Allerdings kommt keine der fünf Bands in Originalbesetzung. Von jenen drei Schulfreunden, die einst im nordenglischen Bradford zusammen Smokie gegründet hatten ist lediglich noch Bassist Terry Uttley an Bord. Während sich Gitarrist Alan Silson nach Ostwestfalen zurück gezogen hat und Sänger Chris Norman seine Solokarriere pflegt, spielen Uttley und Co. nach wie vor ihre bekanntesten Stücke – da darf natürlich „Living next door to Alice“ nicht fehlen. Neben Smokie waren The Sweet und Slade in den 70er Jahren Dauergäste in den Hitparaden. Und sie waren Rivalen, ähnlich wie die Beatles mit den Rolling Stones oder AC/DC und Kiss rivalisierten – die Fans zog es entweder zur einen oder zur anderen Band.

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Slade warten immerhin mit zwei der alten Recken aus den 70er Jahren auf: Die beiden Bandgründer Dave Hill (Gitarre) und Don Powell (Schlagzeug) sind immerhin die Hälfte der Originalbesetzung. Slade trugen in den 70er Jahren die höchsten Plateauschuhe. Das änderte sich, nachdem sich Dave Hill einen Knöchelbruch zuzog. Dennoch bringt der Gitarrist seine Zuschauer nach wie vor mit äußerst schrillen Klamotten zum Staunen. Die Hits „Cum on feel the noize“, „Run run away“ und „My oh my“ werden im Programm sein.

 

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info www.moessingenrockt.com

 

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